Thursday, December 12, 2013

Nach Dortmund-Sieg in MarseilleBVB-Idol Dickel: Kevin Großkreutz muss mit zur WM!

Kevin Großkreutz schießt Borussia Dortmund ins Champions-League-Achtelfinale – ein umjubeltes Tor für die BVB-Seele. Auch die Nationalmannschaft könnte von der Leidenschaft des Dauerrenners profitieren.

Charakterlich ist Kevin Großkreutz einer der herausragenden Spieler der Liga. Es gibt kaum einen Spieler, der sich so mit seinem Verein identifiziert wie er. Nach seinem Tor zum 2:1 am Mittwoch in Marseille hat man am besten gesehen, wie er sich gefreut hat, als er aus tiefstem Herzen zu den Fans gelaufen ist. Das war ihm ein Bedürfnis.

Das war Dramatik pur, wir bei der Übertragung im BVB-Radio wussten davor gar nicht mehr, was wir sagen sollten. Wir haben teilweise 20 Sekunden lang gar nichts mehr gesagt nach den vergebenen Chancen, als es noch 1:1 stand. Die Erleichterung war unfassbar nach dem 2:1.

Immer noch mit einem Teil auf der Südtribüne

Kevin ist natürlich mit der beliebteste Spieler des BVB, weil er so lange selbst auf der Südtribüne gestanden hat. Er ist eben immer noch zu einem Teil auf der Süd. Dieses Tor bedeutet ihm ganz viel. Ich habe nach dem Spiel noch mit seinem Vater Martin gesprochen, der war völlig fertig und glückselig. Das sind alles Dortmunder Jungs. Dass er dieses Tor schießt, haben sich 100 Prozent der BVB-Fans gewünscht.
Sportlich hat ihn dieses Tor auch weiter gebracht: Er hat eindrucksvoll gezeigt, was er auf der Position als Rechtsverteidiger spielen kann. Wenn ich mir das so überlege für die Nationalmannschaft, wäre das Trainerteam gut beraten, ihn für die WM zu berücksichtigen, weil Sami Khedira womöglich ausfällt und dann Philipp Lahm vor der Abwehr spielen würde. Von der Klasse gibt es hinten rechts nicht viele.

Für Deutschland würde er 25 Kilometer laufen

Kevin ist zwar durch und durch Dortmunder, aber für die Nationalmannschaft würde er sich natürlich auch zerreißen. Mit dem Adler auf der Brust würde er noch mal mehr laufen - 25 Kilometer pro Spiel.
Zusammengefasst kann man sagen: Ein außergewöhnlicher Mensch und Fußballer hat etwas Außergewöhnliches für seinen Verein geleistet. Er hat das geschafft, was er sich immer gewünscht hat, nämlich so ein wichtiges Tor zu schießen. Bei ihm stellt man sich aber immer die Frage, worüber er sich mehr freut – über das Tor? Oder dass er die Fans glücklich gemacht hat?

Wir verstehen uns privat auch sehr gut: An Weihnachten fliegen wir zusammen Richtung Süden. Das hatten wir allerdings unabhängig voneinander geplant. Wir finden eben immer wieder zueinander.

Großkreutz schießt BVB ins CL-Glück

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