Die Bayern erwischen das leichteste Los
Kein deutsch-deutsches Duell im Viertelfinale der Champions League: Titelverteidiger Bayern München trifft auf den alten Rivalen Manchester United. Auf den BVB warten Cristiano Ronaldo und Real Madrid. Zlatan Ibrahimovic misst sich mit "The Special One".
Der FC Bayern München und Borussia Dortmund haben im Viertelfinale der Champions League unterschiedlich schwere Aufgaben vor sich. Der Titelverteidiger aus München zog bei der Auslosung in Nyon das kriselnde Manchester United als Gegner, das sich nur mit Mühe gegen Olympiakos Piräus durchsetzen konnte. Vorjahres-Finalist Dortmund muss sich in der Runde der letzten Acht mit Real Madrid auseinandersetzen, das im Achtelfinale Schalke 04 herausgeworfen hatte. Beide deutsche Klubs müssen zuerst auswärts antreten und haben im Rückspiel Heimrecht. Das Viertelfinale wird am 1./2. und 8./9. April ausgetragen.
"Wir dürfen uns nicht von der Tabelle in England blenden lassen. Wir müssen in beiden Duellen unsere Leistung abrufen. Dann haben wir gute Chancen, ins Halbfinale einzuziehen", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm zum Los. Stürmer Arjen Robben warnte davor, die Aufgabe zu leicht zu nehmen: "Sie sind vielleicht nicht in der besten Verfassung, aber immer noch eine Top-Mannschaft." Mit Manchester United verknüpfen sich für den FC Bayern gute wie schlechte Erinnerungen. 1999 verloren die Münchner in einem dramatischen Finale in der Nachspielzeit mit 1:2 gegen die Engländer - ein Wunder, das sich Manchester nur allzu gerne in Erinnerung ruft. Im Viertelfinale 2010 revanchierten sich die Münchner mit 2:1 und 2:3 gegen und stießen schließlich bis ins Endspiel vor.
"Abwechslung klingt anders"
Für Borussia Dortmund ist Real Madrid ein alter Bekannter. Erst im Vorjahr setzte sich der BVB im Halbfinale mit 4:1 und 0:2 gegen die Madrilenen durch und zog ins Endspiel in London ein. "Abwechslung klingt anders. Wir haben in den letzten Jahren vier Mal gegen Real gespielt. Aber wir freuen uns drauf. Das ist einer der besten Klubs der Welt", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
In den beiden anderen Partien spielen Zlatan Ibrahimovic und Paris St. Germain gegen den FC Chelsea von Trainer Jose Mourinho und der FC Barcelona gegen Atletico Madrid. Das Endspiel der Champions League steigt am 24. Mai in Lissabon.
Die Reaktionen zur Auslosung
BVB-Trainer Jürgen Klopp: "Das ist ein gutes Los. Das werden zwei Spiele mit extrem cooler Stimmung. Wir freuen uns wahnsinnig auf diese Herausforderung und werden versuchen, unsere kleine Chance zu nutzen. Dass wir zunächst in Madrid spielen, kann ein Vorteil sein. Es ist sicher nicht an der Zeit, jetzt schon die weiße Flagge zu hissen."
BVB-Kapitän Sebastian Kehl: "Real ist natürlich ein Hammerlos. Die Spanier haben gegen uns noch etwas gutzumachen. Sie sind in dieser Saison sicher noch ein Stück stärker und werden hochkonzentriert an diese Begegnungen herangehen
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Wir haben zwar in der vergangenen Saison viermal gegen Real gespielt, aber wir freuen uns darauf. Im Rückspiel ist auch Robert Lewandowski wieder dabei. Wenn er wieder vier Tore macht, ist alles in Ordnung."

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