Wednesday, March 19, 2014

BVB-Boss Watzke fordert drastische Maßnahmen gegen Randalierer

Am kommenden Dienstag steigt das wohl heißeste Derby der Saison. Die Tabellenzweiten aus Dortmund empfangen die königsblauen Schalker - da kocht der Pott. Bereits im Hinspiel kam es zu Ausschreitungen. Deshalb möchte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke randalierende Chaoten stärker bestrafen.

In der "Sport Bild" fordert er, "dass Leute, die sich im Stadion danebenbenehmen, auch mal ein paar Tage sitzen - folgerichtig an ihrem Arbeitsplatz fehlen, sich gegenüber ihrem Chef verantworten müssen - und nicht am nächsten Tag ihrem potenziellen Opfer schon wieder beim Bäcker begegnen und es im schlimmsten Fall noch höhnisch anlachen".

Den Handlungsbedarf sieht er vor allem auf Staatsseite: "Solange sich das nicht ändert und nur Worthülsen und Aktionismus an den Tag gelegt werden, sind wir ein wenig hilflos. Nur können wir das nicht ändern, dafür ist der Gesetzgeber zuständig."

Spiele mit großer Bedeutung

Die Derbys zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 sind schon immer brisant. Beim 144. Aufeinandertreffen der beiden Ruhrpott-Klubs schürt die sportliche Situation die Bedeutung dieses Spiels.

Nachdem der BVB am vergangenen Wochenende gegen Gladbach strauchelte und die Schalker gegen Augsburg gewannen, ist der Abstand zwischen den großen Rivalen auf ein mickriges Pünktchen zusammengeschmolzen - es geht um Platz zwei hinter den übermächtigen Bayern.

Tönnies wird bei Schalke-Fans stehen

Watzkes Gegenüber auf Schalker Seite, Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies, verurteilt ebenfalls das Verhalten randalierender Stadionbesucher. Allerdings möchte er sich davon nicht beeinflussen lassen und sagt der "Sport Bild", dass er wie in den vergangenen Jahren in die Schalker Kurve gehen werde. Bei ihm überwiegt die Vorfreude: "Es ist das Spiel der Spiele, der BVB ist unser Hauptrivale. Unser Ziel ist die direkte Qualifikation für die Champions League."

Schalke könnte seine Ausgangslage bei einem Sieg am Wochenende gegen Braunschweig weiter verbessern. Denn verliert Dortmund in Hannover, könnten die Königsblauen noch vor dem Derby den BVB in der Tabelle überholen.

In der Bundesliga ist es aus sportlicher Sicht so spannend wie lange nicht mehr. Deshalb hofft Tönnies, dass der sportliche Aspekt beim Derby im Vordergrund steht: "Es soll rund um das Spiel und im Stadion nichts Schlimmes passieren - und ich bin zuversichtlich: Es wird nichts Schlimmes passieren."

Mögliche Lösung: Personalisierte Tickets


Ganz gleich wie friedlich das Aufeinandertreffen der beiden Klubs letztlich sein wird, für die Zukunft muss sich etwas ändern. Nach wie vor diskutiert die Liga darüber, wie man gewalttätige Ausschreitungen verhindern und randalierende Fans von Bundesligaspielen ausschließen kann.

Tönnies setzt auf eine Lösung, die in England und Italien bereits seit Jahren praktiziert wird: personalisierte Tickets. Er sieht darin "einen Lösungsansatz, um Gewalttäter auszugrenzen".

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