Tuesday, February 11, 2014

DFB Pokal - Keine Ruhe beim BVB

Kaum hat der BVB sportlich wieder in die Spur gefunden, folgt der nächste Nackenschlag aus der medizinischen Abteilung. Ausgerechnet kurz vor dem "Finale" im DFB Pokal. Doch Jürgen Klopp hat dazugelernt.

"Ich kam nach dem Bremen-Spiel in die Kabine und sah beide da liegen!"

Jürgen Klopp hat Erfahrung. Nicht zum ersten mal in dieser Spielzeit muss er umplanen, umbauen und sich umorientieren. Eigentlich ist es bereits das 17. Mal, dass ein Stammspieler des BVB für mindestens eine Woche ausfällt. Absoluter Rekord in der Liga.

Diesmal traf es Marco Reus und Sven Bender. Letzterer wird nur "Manni" genannt und begrüßte Klopp direkt nach dem überzeugenden 5:1 bei Werder mit einem Kopfschütteln in der Kabine. Er muss mit einer Zerrung eine Woche pausieren.

Bei Reus hatte der Trainer nach eigenen Angaben "deutlich mehr Hoffnung". Die zerschlug sich am nächsten Morgen: Muskelfaseriss, was mindestens zwei Wochen Pause bedeutet.

Der Trainer sieht das Gute

Klopp lässt sich trotzdem nicht verrückt machen. "Ich bin gut drauf. Wenn die Situation etwas Gutes hat, dann, dass wir inzwischen gewohnt sind, damit umzugehen", sagte der 46-Jährige mit Blick auf das Viertelfinale des DFB-Pokals (heute ab 20.45 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de) bei Eintracht Frankfurt.

Ein Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf. Denn die Borussia hat gerade wieder Schwung aufgenommen. Da wäre es ein verheerendes Signal, den Pokal abzuschenken.

Intern liegt das Hauptaugenmerk auf diesem Wettbewerb, ganz einfach, weil er am leichtesten zu gewinnen ist. Die Meisterschaft ist weg, in der Champions League sind seriöse Prognosen kaum zu treffen. Aber: Zwei Siege bringen den BVB nach Berlin.

"Abgefunden haben wir uns mit der Situation jedoch dennoch nicht", relativierte Klopp. Immerhin ist die Patientenliste des dreimaligen Pokalsiegers fast schon beängstigend. Neben Reus und Bender können auch Mats Hummels und Ilkay Gündogan gegen die Eintracht - ebenfalls auf einem Zwischenhoch - nicht mithelfen.

Alternativen stehen parat

Dennoch verbreitete Klopp am Tag vor dem Spiel Optimismus, gab erfreut bekannt, dass ihm so zumindest die leidige Aufgabe der Kaderzusammenstellung erspart bliebe. Julian Schieber und Oliver Kirch rücken nach. Die erste Elf bietet mehr Überraschungspotenzial.

"Wir haben noch genügend Spieler im Kader, um eine gute Mannschaft zu bauen", sagt Klopp und hat dabei vor allem Kevin Großkreutz und Kapitän Sebastian Kehl im Sinn, die ihre verletzten Kollegen ersetzen werden. Für Neuzugang Milos Jojic ist die Pokal-Bühne noch zu heiß, obwohl der "überragend trainiert" habe.

"Wir sehen das Spiel in Frankfurt wie ein Finale für den Einzug ins Halbfinale", so der BVB-Coach weiter, aber auf dem Weg nach Berlin warte in Frankfurt eine hohe Hürde. Und damit jene Mannschaft, die nach Ansicht von Klopp in vielen Phasen der Saison guten Fußball gespielt, aber wenig gute Ergebnisse dafür bekommen habe.


Das soll sich auch gegen den BVB tunlichst nicht ändern.

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