Monday, December 16, 2013

Für den BVB und Bayern ist Weiterkommen Pflicht

Das Achtelfinale der Champions League ist ausgelost und hat den deutschen Klubs teils große Gegner beschert. Doch nur für einen Bundesligaverein stehen die Chancen wirklich schlecht.

Es gibt so Momente, da wird die Vorfreude unbändig. An unseren Kindern können wir das jetzt vor Weihnachten beobachten. Schon Wochen zuvor bringt die Kleinen der Gedanke an den Heiligen Abend um den Schlaf. Was den Kids das Weihnachtsfest, ist den Fußballfans die Champions League. Und auch dort stieg die Vorfreude am Montagmittag auf "Halleluja"-Niveau.

Die Achtelfinals der Königsklasse wurden gelost. Das ist per se schon ein gutes Zeichen, denn es heißt, dass die Gruppenphase überstanden ist und endlich der wahre Europapokal beginnt, wo es um Alles oder Nichts geht und kein Gerechne und Taktieren nervt. Vor allem aber verzücken die deutschen Gegner: Real Madrid, Paris St. Germain, der FC Arsenal und Zenit St. Petersburg kreuzen die Klingen mit unseren Klubs.

Früher wäre wohl gezittert und gejammert worden. Dreieinhalb Hochkaräter (klammern wir St. Petersburg mal ein wenig aus) für die vier deutschen Vertreter, und trotzdem ist da keine Angst, nur Freude auf grandiose Spiele. Auf das Messen mit den Besten. Auf Augenhöhe.

Gut, Schalke 04 wird es gegen Real Madrid schwer haben. Die Spanier gehören weiterhin zu den besten fünf Teams der Welt und haben mit Cristiano Ronaldo den vielleicht besten Spieler unter Vertrag. Doch gerade darum können die Gelsenkirchener frei aufspielen. Ein Weiterkommen wird nicht unbedingt erwartet, verlieren kann eigentlich nur Real. Die Chancen auf Schalkes Weiterkommen? 30:70.

Borussia Dortmund ist gegen Zenit St. Petersburg klarer Favorit, da können die Schwarzgelben sagen, was sie wollen. Die Russen kamen in ihrer Vorrundengruppe auf Platz zwei hinter Atletico Madrid und ließen nur mit viel Mühe den FC Porto und Austria Wien hinter sich. Gegen die Österreicher verloren sie das letzte Spiel mit 1:4 und konnten sich bei Atletico für das Weiterkommen bedanken, das zeitgleich gegen Porto gewann. Dortmunds Chancen auf das Viertelfinale? 80:20.

Leverkusen gegen Zlatan

Ganz so optimistisch können wir bei Bayer Leverkusen nicht sein. Paris St. Germain ist dank seines Scheichs steinreich und leistet sich eine Mannschaft, die etwa doppelt so teuer ist wie die des Werksklubs. Aber nicht doppelt so gut. Sie ist zugeschnitten auf Superstar Zlatan Ibrahimovic, den ebenso brandgefährlichen wie exzentrischen Stürmer. Ihre Vorrundengruppe (mit Piräus, Benfica und Anderlecht) war keine Herausforderung für die Franzosen. Aber Leverkusen ist ein anderes Kaliber. Die Chancen von Bayer? 45:55.

Und dann ist da noch das Spiel des FC Bayern gegen den FC Arsenal, wie im Frühjahr diesen Jahres, als die Bayern sich knapp durchsetzten. Die halbe deutsche Nationalmannschaft steht da auf dem Rasen, neben den vielen Münchner Nationalspielern auch noch Per Mertesacker, Lukas Podolski und natürlich Mesut Özil. Das wird nicht leicht für die Münchner, und trotzdem sollte Arsenal chancenlos sein. Ein Gegner dieses Kalibers ist genau das richtige für die Bayern, um hochmotiviert ihren Zauberfußball abrufen zu können. Die Chance auf ein Münchner Weiterkommen liegen bei 75:25 Prozent.
Hundertprozentig sicher allerdings ist, dass das Achtelfinale spannend wird. Auch die anderen Spiele sind ja nicht von Pappe – denken wir nur an Manchester City (die gerade die Bayern bezwungen haben) gegen den FC Barcelona. Die Vorfreude steigt. In diesem Sinne: Ihr Fußball-Stars kommet, oh kommet doch all...

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