Monday, December 2, 2013

BVB reist mit Rumpftruppe zum Pokalschreck

"Einige Fragezeichen"


Weidenfeller, Langerak, Sokratis, Friedrich, Großkreutz, Kehl, Kirch, Mchitarjan, Hofmann, Aubameyang, Schieber und Ducksch: Zumindest auf dieses Dutzend wird sich Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Saarbrücken (Dienstag ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) verlassen können. Vielleicht sogar müssen, denn alle weiteren BVB-Profis plagen sich entweder mit kleineren Blessuren herum oder sind mit langfristigen Verletzungen außer Gefecht gesetzt. Welche Elf tatsächlich auf dem tiefgekühlten Rasen des Ludwigsparkstadions um den Einzug in die nächste Runde kämpfen wird, ist noch völlig offen.

"Über die Schonung fitter Spieler nachzudenken, verbietet sich", erklärte Klopp vor dem Duell mit dem einzig verbliebenen Drittligisten. "Wir werden das bestmögliche Team auf den Platz stellen." Welche Namen sich allerdings dahinter verbergen, konnte auch er nicht sagen. Da gäbe es noch "einige Fragezeichen", so der BVB-Coach.

Klopp füllt den Kader mit Jungspunden auf

Marco Reus wird mit einem Bluterguss in der Wade definitiv fehlen. Auch Sven Bender und Nuri Sahin werden nicht teilnehmen können. Jakub Blaszczykowski, Erik Durm und Robert Lewandowski sind körperlich aktuell nicht in bester Verfassung. Bei ihnen sieht es jedoch etwas besser aus, ein Einsatz scheint möglich zu sein. Die Langzeitverletzten Mats Hummels, Neven Subotic und Ilkay Gündogan sind ohnehin kein Thema. Klopp zeigte sich zudem skeptisch, den gerade erst nach einer Hüft-OP zurückgekehrten Lukasz Piszczek innerhalb weniger Tage ein zweites Mal von Anfang an zu bringen.

Um überhaupt einen vollzähligen Kader zusammen zu bekommen, setzt Dortmunds Trainer auf Talente aus der Amateur-Mannschaft. Neben Nachwuchs-Stürmer Marvin Ducksch gehören auch Marian Sarr, Koray Günter, Jannik Bandowski, Tammo Harder und Mustafa Amini zum vorläufigen Aufgebot gegen den Drittligisten.

"Wir nehmen den Wettbewerb maximal ernst"

Ob Ersatzkeeper Mitch Langerak wie schon in den ersten beiden Pokalrunden Nationalspieler Roman Weidenfeller vertreten wird, wollte Klopp nicht definitiv bestätigen. Erst nach Rücksprache mit Torwarttrainer Teddy de Beer solle es in dieser Personalie eine Entscheidung geben, erklärte er.

"Wir nehmen den Wettbewerb maximal ernst", sagte Klopp und versuchte alle Bedenken, sein Team könne den Gegner unterschätzen, beiseite zu wischen. "Mit Ligenzugehörigkeit beschäftigen wir uns nicht. Wir sind gewarnt."

Saarbrücken hatte in den ersten Runden bereits mit dem SV Werder Bremen und dem SC Paderborn zwei höherklassige Teams ausgeschaltet. Dementsprechend erwartet der Trainer einen "Kampf auf Biegen und Brechen" - und hofft auf das bessere Ende für seine Rumpf-Elf: "Keine Frage, wir wollen ins Endspiel, wir wollen im Mai nach Berlin."

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