Borussia Dortmund bleibt in der Fußball-Bundesliga vorne dran: Dabei muss Trainer Jürgen Klopp schon zur Halbzeit all seine Rochaden in der Startelf korrigieren, der BVB benötigt gegen starke Mainzer zwei Elfmeter und einen seltsamen Freistoß, um zu gewinnen. Die Schusstechnik von Aubameyang kann nicht mal Klopp erklären.
FSV Mainz - das hörte sich nicht nach Endspiel an für einen Champions-League-Finalisten. Dabei hangelt sich Borussia Dortmund derzeit doch bekanntlich von Finale zu Finale. Nach Niederlagen gegen Arsenal, Wolfsburg und Bayern, nach Verletzungen von Ilkay Gündogan, Mats Hummels, Marcel Schmelzer und Neven Subotic kämpft der Klub darum, in diesen Wochen nicht schon die ganze Saison zu ruinieren. Den ersten Pflichtsieg dafür hatte der BVB am Dienstag in der Champions League gegen Neapel vollbracht.
Es werden folgen: Pokal-Achtelfinale in Saarbrücken, Bundesligaduell gegen Leverkusen, Finale um den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale in Marseille. Und nun eben Mainz. Das sollte, so dachte das Trainerteam um Jürgen Klopp, auch ohne die zuletzt starken Nuri Sahin, Sebastian Kehl und Henrikh Mkhitaryan gehen, die zunächst auf der Bank saßen. Er verrechnete sich.
Schon zur Halbzeit hatte Klopp dreimal gewechselt, hatte Sahin, Kehl und Mkhitaryan gebracht, um gegen die starken Mainzer irgendwie das Spiel in eine angenehme Richtung zu lenken. Das ging dann auf. Mit Glück, zwei Elfmetern und einem irren Freistoß von Pierre-Emerick Aubameyang gewann der BVB 3:1. Er bleibt damit in Sichtweite der derzeit unbesiegbaren Bayern und der in der Liga ungewohnt stabilen Leverkusener.
Lukasz Piszczek fing bei Dortmund zum ersten Mal rechts hinten an, neben ihm verteidigte wie gegen Bayern München der 34-jährige Liga-Rückkehrer Manuel Friedrich. Taktik-Allrounder Kevin Großkreutz spielte diesmal im Mittelfeld und Pierre-Emerick Aubameyang startete vorne.
Doch alle Rochaden sollten egal sein, Hauptsache Sven Bender war mit dabei. Denn ein Bender mit Nasenbeinbruch sollte nichts Gutes bedeuten für Mainz 05. Zweimal war der Dortmunder Mittelfeldspieler in den vergangenen Jahren mit dieser Verletzung gegen den FSV angetreten, zweimal hatte das die Dortmunder nicht daran gehindert, das Spiel zu gewinnen.
Der 24-Jährige hatte den Stamm der Oberbayern würdig vertreten. Trotz seiner Fraktur Mitten im Gesicht begann er in der Dortmunder Zweikampf-Zentrale vor der Abwehr - natürlich ohne Schutzmaske. Insofern war es ein bedenkliches Zeichen, als dieser Bender nach schon 32 Minuten das Spielfeld verließ. Doch nicht, weil die Nase schmerzte, nach Auskunft von Klopp hatte Bender muskuläre Probleme.

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